Schwerlastverkehr in Höxter – mehr als nervig!

Am 12.August wurde von unserem Verein ein Bürgerantrag gemäß §24 Gemeindeordnung NRW beim Bürgermeister abgegeben. Er hat folgenden Wortlaut:

„Die Verwaltung wird beauftragt, in Verbindung mit den zuständigen Behörden/ Dienststellen sicherzustellen, daß die historische Innenstadt der Kernstadt Höxter für den Schwerlastverkehr gesperrt wird.“

Begründung:

Schwerlastverkehr auf der Westerbachstraße

Schwerlastverkehr auf der Westerbachstraße

Die Innenstadt von Höxter wird seit Jahren von einem immer stärker werdenden LKW-Verkehr belastet. Dabei kommt es zu Gefährdungen der Bürger in den engen Straßenabschnitten der Stadt. Gleichzeitig wird die Bausubstanz vieler historischer Gebäude und Baudenkmäler in besonderem Maße belastet. An vielen Häusern kann man diese Dauerbelastungen, denen sie durch den Verkehr ausgesetzt sind, deutlich erkennen. Besonders die Schüler, die vom Bahnhof die Stadt in Richtung Schulzentrum und zurück durchqueren, sind gefährdet. Im Bereich der Westerbachstr  – Gänsemarkt müssen die Großfahrzeuge mit ihren sehr niedrig hängenden Spiegeln über den Gehweg streifen. Nicht nur die Bürger unserer Stadt und die Schüler, die zum Schulzentrum gehen sind gefährdet, sondern auch die zunehmende Zahl an Touristengruppen, denen die Altstadt bei einer Führung gezeigt werden soll. Es ist davon auszugehen, dass bedingt durch die Anerkennung von Corvey als Weltkulturerbe noch mehr Gruppen durch die Stadt geführt werden. Um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, ist eine Herausnahme des Schwerlastverkehrs aus der Innenstadt dringend geboten. Dem Verkehrskonzept aus dem Jahr 2002 für die Altstadt lag der Bau einer Südbrücke zugrunde. Die Umsetzung dieses Projektes ist in weite Ferne gerückt. Daher müssen Lösungen auf den Tisch, die verkehrlich und wirtschaftlich kurzfristig umsetzbar sind. Nur so kann der Standort Höxter seine Zukunft sichern. Um dies zu erreichen, gibt es die Möglichkeit, den Schwerlast-verkehr über die vierspurige Entlastungsstraße (damit würde sie auch ihrem Namen für die Entlastung der Altstadt gerecht) in Richtung Norden an der Altstadt vorbei zu führen. Unter dem Weinberg wäre eine Route über die K 45 und in Holzminden ab der Firma Stiebel Eltron über die Sollingstraße in Richtung Boffzen – Fürstenberg- Neuhaus möglich. Der HW-Höxter beantragt eine möglichst schnelle Umsetzung einer solchen Maßnahme in Höxter, um die Bürger der Stadt, die Besucher und die historische Bausubstanz vor weiteren Schäden zu schützen.

Parallel mit diesem Bürgerantrag, läuft eine Unterschriftenaktion um damit den Entscheidungsträgern zu zeigen, daß viele Menschen in Höxter genug haben von der Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität durch den Schwerlastverkehr und damit den Bürgerantrag unseres Vereins unterstützen.

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